F*ck, jetzt fragt sie mich schon wieder. Ich will das eigentlich nicht. Aber wenn ich Nein sage, ist sie bestimmt wieder pisst. Was mach ich jetzt?
Kennst du dieses Gefühl? Dieses Abwägen im Kopf, bevor du überhaupt geantwortet hast. Grenzen setzen ist für viele eines der schwersten Dinge überhaupt, vor allem bei Familie und engen Freunden, und genau darum geht es in diesem Artikel.
Warum uns Grenzen setzen so schwerfällt
Viele von uns haben früh gelernt, es anderen recht zu machen. Angepasst zu sein, statt anzuecken. Lieber zurückzustecken, als für sich selbst einzustehen. Diese Prägung sitzt tief, deshalb fühlt sich Nein sagen oft so unangenehm an, selbst wenn du eigentlich genau weißt, was du willst.
Oft haben wir uns unbewusst dazu entschieden, dieses Muster zu übernehmen. Geprägt durch die Gesellschaft, durch unsere Erziehung, durch das, was wir gelernt haben, um dazuzugehören. Manchmal steckt dahinter auch, dass wir dadurch Anerkennung bekommen, das Gefühl, gesehen zu werden, gebraucht zu werden. Und genau das macht es so schwer, sich davon zu lösen, weil es sich im ersten Moment auch gut anfühlt, gebraucht zu werden.
Vier Situationen, in denen du lernst, Grenzen zu setzen
1. Wie du Nein sagst, ohne dich zu rechtfertigen

Du musst dich nicht sofort entscheiden. Ein einfaches „Ich muss kurz schauen und melde mich“ gibt dir Zeit, ohne dass du direkt Ja oder Nein sagen musst. Und wenn du dann bei deinem Nein bleibst, musst du das nicht mit einer halben Doktorarbeit begründen. „Das passt gerade nicht für mich“ reicht. Punkt.
Wir denken nur durch unsere Erziehung und gesellschaftlichen Verpflichtungen, dass wir uns rechtfertigen müssen. Das existiert nur in unserem Kopf. Und falls die Frage kommen sollte „Warum denn nicht?“, dann kannst du sagen, dass du nicht möchtest.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer das ist, aber ich kann dir auch sagen, dass Übung den Meister macht 😅. Mir ist es zu Beginn sehr schwer gefallen, dabei ruhig und diplomatisch zu bleiben und nicht einfach alles rauszupoltern.
2. Wie du mit Kritik aus der Familie umgehst
Du gehst deinen Weg, machst dein Ding, veränderst dich. Und ausgerechnet die Menschen, die dich am besten kennen, sind nicht die, die dich feiern. Sie kommentieren, was du machst, oder sie hinterfragen es. Oder, noch schlimmer, sie sagen einfach gar nichts, und dieses Schweigen wiegt schwerer als jede Kritik.
Meistens ist das keine böse Absicht. Es ist Angst vor Veränderung, nur eben verpackt als Sorge oder Skepsis. Sie haben Angst, dich durch diese Veränderung zu verlieren, denn du wirst wachsen, deine Ausstrahlung und Energie wird sich verändern, und dadurch vielleicht auch dein Umfeld und Freundeskreis.
Was hier hilft: Du musst niemanden überzeugen. Du schuldest niemandem eine Rechtfertigung dafür, wie du dein Leben lebst. Wenn Kritik kommt, lass sie einfach stehen. „Ich versteh, dass du das anders siehst, für mich fühlt es sich richtig an.“ Fertig. Kein Streit nötig.
Auch hier kommt es immer auf den Ton an 😉
3. Wie du mit ungefragten Ratschlägen umgehst
Das kennt vermutlich jeder. Du erzählst von etwas, und schon kommt der ungebetene Ratschlag, die Kritik, nach der du nicht gefragt hast 😤. Auch wenn er natürlich nur gut gemeint ist.
Was hier hilft: Du kannst freundlich, aber klar signalisieren, dass du gerade keinen Ratschlag brauchst. Ein Satz wie „Danke, aber ich möchte das gerade einfach nur erzählen, nicht besprechen“ macht deutlich, was du wirklich brauchst, ohne die andere Person vor den Kopf zu stoßen.
Alternativen:
„Ich brauche grade keinen Rat, nur ein offenes Ohr.“
„Du musst das für mich nicht lösen, ich wollte es einfach nur erzählen.“
„Danke für deine Meinung, aber ich mach das trotzdem auf meine Art.“
„Ich weiß, du meinst es gut, aber gerade brauche ich das nicht.“
„Lass mich das erstmal selbst rausfinden.“
Oder etwas humorvoller 😁
„Ungefragte Ratschläge landen bei mir meistens im Papierkorb 😅, aber danke trotzdem.“
„Wusstest du dass Ratschläge (auch) Schläge sind?“ 🤓
4. Wie du deine Zeit und Energie schützt
Es gibt Menschen, bei denen du nach jedem Kontakt erschöpfter bist 🪫 als vorher. Ständige Nachrichten, ständige Anrufe, ständig das Gefühl, für jemand anderen da sein zu müssen, während für dich selbst nichts mehr übrig bleibt.
Oft haben wir uns unbewusst dazu entschieden, dieses Muster anzunehmen. Geprägt durch die Gesellschaft, durch unsere Erziehung, durch das, was wir gelernt haben, um dazuzugehören. Manchmal steckt dahinter auch, dass wir dadurch Anerkennung bekommen, das Gefühl, gesehen zu werden, gebraucht zu werden. Und genau das macht es so schwer, sich davon zu lösen, weil es sich im ersten Moment auch gut anfühlt 🩷, gebraucht zu werden.
Was hier hilft: Werde dir bewusst, bei welchen Anrufen es dir danach schlecht geht, und geh dann einfach nicht ran. Du darfst zurückrufen, wenn du dich bereit dazu fühlst oder genug Energie hast, nicht sofort, nur weil das Handy klingelt.
Du darfst in solchen Gesprächen das Gespräch bewusst in eine positive Richtung lenken, statt dir immer wieder dieselbe 💩 von der Person anzuhören, die eh nie etwas ändert. Und vielleicht auch mal den Mut fassen, dieser Person zu sagen, dass du nicht mehr darüber sprechen möchtest. Auch hier kommt es wieder auf den Ton an 🙃, weder zu sanft noch zu hart, sondern ruhig und bestimmt.
Grenzen dürfen auch zeitlich sein. Du musst nicht auf jede Nachricht sofort antworten, sondern erst dann, wenn du wirklich bereit dazu bist. Das ist Selbstschutz.
Welche Arten von Grenzen es gibt
Grenzen setzen ist nicht nur Nein sagen. Es gibt mehrere Bereiche, in denen sich das zeigt, und oft merken wir erst, dass eine unserer Grenzen überschritten wurde, wenn wir schon erschöpft sind.
Körperliche Grenzen betreffen, wie viel Nähe, Berührung oder persönlicher Raum sich für dich richtig anfühlt.
Emotionale Grenzen bestimmen, wie viel emotionale Energie du in eine Beziehung investierst, und was du bereit bist zu tragen.
Zeitliche Grenzen entscheiden, wie du deine Zeit einteilst, für Arbeit, Familie, Freunde und für dich selbst.
Mentale Grenzen zeigen, wie viel Raum du den Meinungen anderer über dein Leben gibst.
Und digitale Grenzen, gerade in unserer heutigen Zeit wichtiger denn je, bedeuten, dass du nicht sofort auf jede Nachricht antworten musst.
Was Grenzen setzen mit Selbstliebe und Selbstwert zu tun hat
Im Grunde hat das alles mit Selbstliebe zu tun. Grenzen setzen heißt, dich selbst zu respektieren, auf dich Rücksicht zu nehmen, für dich zu sorgen, statt immer nur für andere da zu sein. Das ist Self Care im eigentlichen Sinn, nicht Badewanne und Kerzen, sondern die Entscheidung, dich selbst genauso ernst zu nehmen wie die Menschen um dich herum.
Die chinesische Astrologie, auch BaZi Suanming genannt, kann dir dabei zusätzlich helfen. Anhand deines Geburtsdatums lässt sich ablesen, welche Energie dich prägt, und ob dir Grenzen setzen eher leicht oder schwerfällt. Manche Energien setzen Grenzen sehr direkt, fast zu bestimmt. Andere harmonisieren lieber, bis sie selbst erschöpft sind. Kein Trend, keine fremde Meinung, sondern das, was einfach zu dir gehört.

Was hilft, wenn mir Grenzen setzen schwerfällt?
Grenzen setzen ist keine einmalige Aktion. Es ist eine Entscheidung, die du immer wieder triffst, bis sie dir irgendwann leichter fällt.
Willst du wissen, welche Energie dich prägt, und warum dir Grenzen setzen gerade so schwerfällt oder so leichtfällt? Im BaZi Audio Reading gehe ich gerne daruf ein.
Ich freue mich auf dich.
⚜️Dunja ⚜️
Häufige Fragen zum Thema Grenzen setzen
Warum fällt mir Grenzen setzen so schwer?
Meistens liegt es an früher Prägung. Viele Menschen haben gelernt, es anderen recht zu machen, statt für sich selbst einzustehen. Diese Prägung sitzt tief und macht Nein sagen unangenehm, selbst wenn du genau weißt, was du willst.
Wie sage ich Nein, ohne mich zu rechtfertigen?
Ein kurzer, klarer Satz reicht. Zum Beispiel „Das passt gerade nicht für mich.“ Eine ausführliche Begründung ist nicht nötig, das ist meist nur die Angst, die uns zur Rechtfertigung drängt.
Was tue ich, wenn Familie kritisch auf meine Veränderung reagiert?
Oft steckt keine böse Absicht dahinter, sondern Angst vor Veränderung. Du musst niemanden überzeugen und schuldest niemandem eine Rechtfertigung für dein Leben.
Welche Arten von Grenzen gibt es?
Grundsätzlich unterscheidet man körperliche, emotionale, zeitliche und mentale Grenzen. Digitale Grenzen gewinnen zusätzlich an Bedeutung, weil ständige Erreichbarkeit heute zur Norm geworden ist.
Kann die chinesische Astrologie mir beim Grenzen setzen helfen?
Ja. Anhand deines Geburtsdatums, im BaZi Suanming, lässt sich ablesen, welche Energie dich prägt, und ob dir Grenzen eher leicht oder schwerfällt. Das gibt dir eine persönliche Erklärung statt einer allgemeinen Regel.

