Selbstbewusstsein – was heißt das eigentlich?
Selbstbewusstsein. Je länger ich dieses Wort sage, desto komischer klingt es. Kennst du das?
Selbst – bewusst – sein. Sich seiner selbst bewusst sein.
Bist du dir deiner selbst bewusst?
Natürlich würdest du spontan „Ja“ sagen. Jeder würde „Ja“ sagen. Natürlich fühlst du dich, natürlich weißt du, dass du da bist.
Aber ist das wirklich so?
Genau hier liegt die spannende Frage. Denn was mir in meinen 1:1-Begleitungen immer wieder auffällt: In den meisten Fällen ist es eben nicht so. Egal, mit welchem Thema meine Kunden zu mir kommen, wir landen fast immer bei den beiden zentralen Themen: Selbstbewusstsein und Selbstwert.
Und genau diese beiden Themen sind die Basis für echte Persönlichkeitsentwicklung.
Selbstbewusstsein, Selbstwert und Selbstvertrauen – die Unterschiede
Oft werden diese Begriffe durcheinandergeworfen. Dabei sind sie eng miteinander verbunden, aber nicht dasselbe:
- Selbstbewusstsein heißt: Ich bin mir meiner selbst bewusst.
➝ Ich weiß, wer ich bin, was mir wichtig ist, wo meine Stärken liegen und auch, wo meine Grenzen sind. - Selbstwert heißt: Ich fühle mich wertvoll, einfach, weil ich ich bin.
➝ Dein Wert hängt nicht an Leistung, Anerkennung oder Perfektion. - Selbstvertrauen heißt: Ich vertraue mir, dass ich etwas schaffen kann.
➝ Es ist die Zuversicht, Herausforderungen zu meistern.
Man kann sich das wie eine Pyramide vorstellen:

- Selbstbewusstsein ist das Fundament.
- Selbstwert baut darauf auf.
- Selbstvertrauen entsteht ganz oben.
Fehlt die Basis, geraten auch Selbstwert und Selbstvertrauen ins Wanken.
Warum uns Selbstbewusstsein oft fehlt
Schon als Kinder lernen wir, wie wir „sein sollen“. Vielleicht kommt dir der ein odere andere Satz nekannt vor oder du nutzt ihn sogar selbst:
- „Sei nicht egoistisch.“
- „Andere haben es viel schwerer als du.“
- „Wer schön sein will, muss leiden.“
- „Jungs/Mädchen machen so etwas nicht.“
- „Sei nicht so laut, was sollen die anderen denken?“
Das sind kleine Sätze, die Erwachsene oft nebenbei sagen, aber sie prägen sich tief in das Unterbewusstsein ein und lenken uns auch Jahre später noch. Plötzlich spürst du dich selbst kaum noch. Statt auf dein Bauchgefühl zu hören, fragst du dich: „Wie kommt das bei den anderen an? Passt das zu dem, was man von mir erwartet?“
Und so verlieren wir Stück für Stück die Verbindung zu uns selbst:
- Wir wissen irgendwann nicht mehr, was wir wirklich wollen, nur noch, was wir sollen.
- Wir orientieren uns nach außen und vergessen, unsere eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.
- Wir zweifeln an uns, fühlen uns unsicher oder sagen Ja, obwohl wir innerlich längst ein Nein spüren.
Das Tragische ist: Irgendwann glauben wir, dass genau das „normal“ ist. Wir funktionieren, wir machen weiter und merken gar nicht, wie sehr wir uns selbst dabei verlieren.
Erst kürzlich hatte ich einen Kunden, der zu mir sagte: „Dunja, ich möchte an meinem Selbstbewusstsein arbeiten. Ich möchte wissen, wer ich bin.“ Als wir tiefer gegraben haben, zeigte sich etwas Spannendes: Es war kein großes Trauma oder eine riesige Krise, sondern ein einziger Satz seiner Eltern, der sein Selbstbewusstsein und dadurch auch sein Vertrauen in sich selbst erschüttert hatte. Der Satz lautete: „Geh in dein Zimmer und nerv nicht.“
Für uns Erwachsene klingt das harmlos, fast banal. Aber in der frühen Kindheit, bis etwa ins Grundschulalter hinein, können Kinder Erlebnisse und Gedanken noch nicht so klar von der Realität unterscheiden. Sie nehmen Worte sehr wörtlich und bauen sich daraus ihre innere Welt.
So hat er damals ein Konstrukt entwickelt: „Wenn ich laut bin und auffalle, auch negativ, bekomme ich endlich Aufmerksamkeit.“ Dieses Muster hat er unbewusst verinnerlicht. Es begleitete ihn durch die Kindheit, verstärkte sich in der Jugend und führte zu immer wiederkehrenden Konflikten.
Was ich damit sagen möchte: Oft sind es nicht die großen Dramen, die unser Selbstbewusstsein prägen, sondern kleine, wiederholte Botschaften. Für ein Kind, das noch nicht reflektieren kann, werden sie zu „Wahrheiten“ und formen das Bild von sich selbst für viele Jahre.
Woran du echtes Selbstbewusstsein erkennst
Ein Mensch mit Selbstbewusstsein …
- kennt seine Stärken und Schwächen und kann beides annehmen.
→ Beispiel: Du weißt, dass du gut im Organisieren bist, aber Mathe dir schwerfällt. Statt dich dafür zu schämen, konzentrierst du dich auf deine Stärken und suchst dir bei den Schwächen Unterstützung. - trifft Entscheidungen, die zu den eigenen Werten passen.
→ Beispiel: Deine Freunde überreden dich zu einem Job, der „gut bezahlt“ ist, aber sich für dich nicht stimmig anfühlt. Mit Selbstbewusstsein entscheidest du dich für den Weg, der deinem Wert Freiheit entspricht und hörst dabei ganz bewusst auf dein Bauchgefühl. - strahlt innere Ruhe aus, statt sich ständig beweisen zu müssen.
→ Beispiel: In einem Meeting widerspricht dir jemand. Früher hättest du dich verteidigt, laut argumentiert oder an dir gezweifelt. Heute bleibst du ruhig, hörst zu und bleibst bei deiner Position ohne dich erklären oder rechtfertigen zu müssen. - setzt Grenzen klar und ohne Schuldgefühle.
→ Beispiel: Jemand bittet dich, am Wochenende für ihn einzuspringen, obwohl du dir Zeit für dich eingeplant hast. Statt Ja zu sagen und dich danach ausgelaugt zu fühlen, sagst du klar Nein und genießt deine freie Zeit ohne schlechtes Gewissen.
Selbstbewusstsein ist eine Kraft, die dich trägt und dich in deiner Tiefe sichtbar macht.
5 Wege, dein Selbstbewusstsein zu stärken
Selbstbewusstsein lässt sich entwickeln und im Alltag trainieren. Hier sind fünf wirksame Ansätze, die dir helfen, mehr Bewusstsein für dich selbst zu entwickeln:
1. Selbstreflexion – ehrlich hinschauen
Nimm dir regelmäßig Zeit, um dir Fragen zu stellen wie: „Was brauche ich gerade wirklich?“ oder „Wo war ich heute ganz ich selbst?“
→ Beispiel: Abends im Bett fragst du dich: „Gab es heute eine Situation, in der ich gegen mein inneres Gefühl gehandelt habe?“ Allein diese Beobachtung bringt dich Schritt für Schritt näher zu deinem wahren Selbst.
2. Körperbewusstsein – deine Haltung formt dein Inneres
Dein Körper ist der Spiegel deines inneren Zustands. Eine aufrechte Haltung, bewusstes Atmen oder kleine Bewegungen verändern sofort, wie du dich fühlst.
→ Beispiel: Stell dich morgens vor den Spiegel, richte dich auf, atme tief durch und nimm für eine Minute eine „Ich-sehe-mich-Haltung“ ein. Schon dieser kleine Moment signalisiert deinem Inneren: Ich bin präsent und bei mir.
3. Werte klären – dein innerer Kompass
Selbstbewusstsein bedeutet auch, die eigenen Werte zu kennen. Sie geben dir Orientierung und helfen dir, Entscheidungen klarer zu treffen.
→ Beispiel: Wenn Freiheit einer deiner wichtigsten Werte ist, wirst du merken, dass Jobs oder Beziehungen, die dich stark einengen, dich unbewusst schwächen. Allein das Wissen um deine Werte stärkt deine Klarheit.
4. Nein sagen lernen – Grenzen setzen ohne Schuldgefühle
Ein Nein zu anderen ist ein Ja zu dir selbst. Grenzen zu setzen bedeutet nicht egoistisch zu sein, sondern sich selbst zu respektieren.
→ Beispiel: Jemand bittet dich, an einem Projekt mitzuwirken, obwohl du eigentlich erschöpft bist. Früher hättest du zugesagt, aus Angst, andere zu enttäuschen. Heute sagst du klar: „Nein, das passt für mich gerade nicht.“ Das ist gelebtes Selbstbewusstsein.
5. Fehler neu betrachten – Lernen statt Urteilen
Viele Menschen sehen Fehler als Beweis für Schwäche. Doch jeder Fehler ist ein Lernmoment, der dich wachsen lässt.
→ Beispiel: Du hältst einen Vortrag und versprichst dich mehrfach. Statt dich dafür tagelang fertig zu machen, fragst du dich: „Was kann ich beim nächsten Mal anders machen?“ So wird ein vermeintlicher Misserfolg zum Schritt nach vorne.
Jeder dieser fünf Schritte ist klein und alltagstauglich, doch zusammen entfalten sie eine enorme Kraft. Denn Selbstbewusstsein wächst nicht in einem großen Moment, sondern in vielen kleinen Entscheidungen, in denen du dir selbst treu bleibst. ♥
Der Blick in die Astrologie: Selbstbewusstsein sichtbar machen
In meinen Begleitungen nutze ich die westliche und die chinesische Astrologie, um Muster sichtbar zu machen, die dein Selbstbewusstsein stärken oder manchmal auch blockieren.
In der westlichen Astrologie schauen wir unter anderem auf dein Sternzeichen (Sonne). Sie steht für dein innerstes Ich, deine Identität, dein Strahlen. Die Sonne zeigt dir, wie du deine Persönlichkeit lebst und in welchem Bereich du dich selbst am stärksten spüren kannst. Sie ist wie ein Licht, das dir bewusst macht: Das bin ich.
In der chinesischen Astrologie (BaZi Suanming) erfüllt der Daymaster eine ganz ähnliche Rolle. Er beschreibt deine innere Energie, dein Selbst im Kern, frei von Rollen, Erwartungen oder Konditionierungen. Dein Daymaster zeigt, wie du dich selbst lebst, wie du in deiner Kraft bist und wie stabil dein Selbstbewusstsein im Inneren verankert ist.
Beide Systeme ergänzen sich wunderbar: Zusammen eröffnen sie dir neue Wege, dein Selbstbewusstsein klarer zu sehen, Blockaden zu erkennen und deine innere Stärke zu entfalten.
Reflexionsfragen für dich
Selbstbewusstsein entsteht im Alltag Schritt für Schritt, in den kleinen Momenten, in denen du dir selbst begegnest. Um damit zu beginnen, kannst du dir folgende Fragen stellen:
- Wann habe ich mich zuletzt wirklich mit mir selbst verbunden gefühlt?
- In welchen Situationen verliere ich am schnellsten mein Selbstbewusstsein?
- Was kann ich heute tun, um meinem wahren Selbst näherzukommen?
Fazit: Dein Weg zu mehr Selbstbewusstsein
Selbstbewusstsein ist kein Ziel, das du einmal erreichst und abhaken kannst. Es ist ein Prozess, ein tägliches Hineinspüren, Erkennen und Wachsen. Je bewusster du dir deiner selbst wirst, desto stärker wird auch dein Selbstwert. Und genau darin liegt die Grundlage für deine persönliche Weiterentwicklung.
♥ Wenn du diesen Weg tiefer gehen möchtest, begleite ich dich gerne in deinem BaZi Reading oder in meiner 1:1 Begleitung. Mit der Weisheit der westlichen und chinesischen Astrologie machen wir deine Muster sichtbar und bringen deine innere Stärke klarer zum Vorschein.
Ich freue mich auf Dich.
⚜️Dunja⚜️Selbstbewusstsein & Selbstwert: Dein ultimativer Schlüssel

